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ALLES NORM(AL)
bei PSA – Persönlicher Schutz Ausrüstung – auf Nummer Sicher gehen !


Grundlegende Sicherheitsanforderungen von PSA und letztlich auch die erforderlichen Maßnahmen zu deren Einhaltung sind in der Richtlinie 89/686/EWG in den EU-Mitgliedsstaaten rechtlich geregelt. Hierzu zählt die Gewährleistung, dass die Anforderungen der EG-Richtlinien bzw. der zutreffenden, harmonisierten EN-Normen durch den Lieferanten erfüllt werden. Dies erfolgt durch die (Comité Européen)-Kennzeichnung und die Konformitätserklärung. Im Rahmen der Gefährdungsanalyse erfolgt die Klassifizierung der Schutzkleidung in 3 Kategorien:

Kategorie I:
PSA, bei der der Hersteller davon ausgeht, dass der Verwender selbst die Wirksamkeit gegenüber geringfügigen Risiken beurteilen kann, deren Wirkung, wenn sie allmählich eintritt, vom Verwender rechtzeitig und ohne Gefahr wahrgenommen werden kann > Kennzeichnung mit -Zeichen

Kategorie II:
PSA, die gegen schwerwiegende, jedoch nicht tödliche Risiken schützt und somit nicht in Kategorie I und III fällt > Kennzeichnung mit -Zeichen

Kategorie III:
PSA, die gegen tödliche Gefahren oder ernste, irreversible Gesundheitsschäden schützen soll, bei denen der Hersteller davon ausgeht, dass der Verwender die unmittelbare Wirkung nicht rechtzeitig erkennen kann > Kennzeichnung mit -Zeichen + Kennzahl der notifizierten Überwachungsstelle

Die EN (Europäische Norm) 340 beschreibt als Verweisnorm die Allgemeinen Anforderungen an Schutzkleidung hinsichtlich Ergonomie, Alterung, Größenbezeichnung, Kennzeichnung sowie an die Informationen, die der Hersteller mitliefern muss.

Die Kennzeichnung muss folgende Angaben beinhalten:
A) Name, Handelsname oder andere Formen zur Identifikation des Herstellers bzw. seines autorisierten Vertreters
B) Typbezeichnung, Handelsnamen oder Code
C) Größenbezeichnung
D) Nummer der speziellen Europäischen Norm (EN)
E) Piktogramme und falls zutreffend, Leistungsstufen
F) Pflegekennzeichnung


Als Typbezeichnung für die Gefahren oder Anwendungsart findet das Piktogramm entsprechend den Kennzeichnungsanforderungen der spezifischen Norm Verwendung.


EN 531 / EN 11612 – Schutzkleidung für hitzeexponierte Industriearbeiter –
Code-Buchstabe A: EN 532 – begrenzte Flammausbreitung
Die EN 532 misst das Brennverhalten des Materials: die Oberfläche wird 10 s lang beflammt.
Anforderungen: Nachbrennen ≤2 s; Nachglimmen ≤2 s; Kein Weiterbrennen zur Ober- oder an den Seitenkanten; Keine Lochbildung; Kein brennendes oder schmelzendes Abtropfen

Code-Buchstabe B: EN 367 – Wärmedurchgang (Konvektionswärme)
Die EN 367 misst die Geschwindigkeit, mit der ein Material Konvektionswärme von der einen Seite des Materials auf die andere durchlässt. Dabei wird bestimmt, wie lange es dauert, bis die Temperatur Schmerzniveau (HTI 12) erreicht, bzw. Verbrennungen 2. Grades auslöst (HTI 24). Die Wärmestromdichte beträgt 80 kW/m².
Anforderungen je nach Niveau:
B 1: 3<6 s, B 2: 7<12 s, B 3: 13<20 s, B 4: 21<30 s, B 5: HTI >31 s

Code-Buchstabe C: EN 366 Methode B: Wärmedurchgang (Strahlungswärme)
Die EN 366 B misst die Geschwindigkeit, mit der ein Material Strahlungswärme von der einen Seite des Materials auf die andere durchlässt. Dabei wird bestimmt, wie lange es dauert, bis die Temperatur Schmerzniveau (t1) erreicht, bzw. Verbrennungen 2. Grades auslöst (t2). Die Wärmestromdichte beträgt 20 kW/m².
Anforderungen je nach Niveau:
C 1: 8<30 s, C 2: 31<90 s, C 3: 91<150 s, C 4: t2 >151 s

Code-Buchstabe D: EN 373 – flüssige Metallspritzer/neu: ISO 9185
Die EN 373 beurteilt den Materialwiderstand gegen flüssige Metallspritzer aus flüssigem Aluminium und flüssigem Eisen. Die Gießtemperatur beträgt 780 °C +-20, die Gießhöhe 225 mm +-5 und der Winkel der Probe 60 °C +-1
Anforderungen je nach Niveau:
Flüssige Aluminiumspritzer
D 1: ≥100<200 g, D 2: ≥200<350 g, D 3: ≥350 g
Flüssige Eisenspritzer
E 1: ≥60<120g, E 2: ≥120<200 g, E 3: ≥200 g


Die EN 11612 (Piktogramm FLAMME) schreibt im Vergleich zur EN 531 u.a. folgende Änderungen vor:
Prüfnorm: EN ISO 15025: begrenzte Flammenausbreitung Methode A – Flächenbeflammung –
-keine Lochbildung; -kein Weiterbrennen; -kein Schmelzen oder Abtropfen; -Nachbrennzeit ≤2 s;
-Nachglimmzeit ≤2 s; -keine Nahtöffnung

begrenzte Flammenausbreitung Methode B – Kantenbeflammung
-kein Weiterbrennen; -kein Schmelzen oder Abtropfen; Nachbrennzeit ≤2 s; -Nachglimmzeit ≤2 s
Prüfnorm: EN 367: Wärmedurchgang (Konvektionswärme) Code-Buchstabe B/neu: ISO 9151
-B1: 4<10s , -B2: 10<20s, -B3: HTI>20s
Prüfnorm: EN 366. Methode B: Wärmedurchgang (Strahlungshitze) Code-Buchstabe C/neu: ISO 6942 Verfahren B
Werte zu EN ISO 6942 (20 kW/m²):
-C1: >7 RHTI24<20, -C2: >20 RHTI24<50, -C3: >50 RHTI24<95, -C4: >95 RHTI24
Prüfnorm: ISO 12127: Kontakthitze (tc = 250 °C)
-F1: ≥5<10 s, -F2: ≥10<15 s, -F3: ≥15 s

Weitere Änderungen beziehen sich auf mechanische sowie optionale Anforderungen wie die Temperaturbeständigkeit für die auf der Haut aufliegenden Textilien (260 °C) und die Wasserdichtigkeit gemäß EN 343 Code-Buchstabe W.


EN 470-1 – Schutzkleidung für Schweißen und verwandte Verfahren –
EN 11611
In diesen Europäischen Normen werden die Anforderungen für Schutzkleidung für Schweißen und verwandte Verfahren mit gleicher Gefährdung festgelegt. Neben der Codierung A1 oder A2 bei der Überprüfung des Brennverhaltens nach ISO 15025 wurden bei der EN 11611 die Klassifizierungen bei der Einwirkung von Metallspritzern in Klasse 1: ≥15 Tropfen und Klasse 2: ≥25 Tropfen sowie der Wärmedurchgang Strahlung nach ISO 6942 (20 kW/m2) in Klasse 1: RHTI ≥7 s und Klasse 2: RHTI ≥16 s, im Vergleich zur EN 470-1 – neben weiteren Ergänzungen geändert.


EN 1149 – Elektrostatische Eigenschaften –
Die EN 1149 umfasst eine Reihe von Vorschriften und Prüfverfahren zur Messung des Ladungsabbaus der Schutzkleidung oder ihrer Schutzwirkung vor statischer Elektrizität. Auf Bekleidung kann sich selbst unter alltäglicher Belastung durch Reibung elektrische Ladung von über 5000 Volt aufbauen. Berührt der Träger der Bekleidung in diesem Fall ein geerdetes Objekt, so kommt es zu einem leichten elektrischen Schlag, bei dem ein Funke überspringt. Bei Vorhandensein von entzündlichen Dämpfen oder Stäuben kann diese Entladung elektrostatischer Energie ausreichen, um eine Explosion auszulösen.

EN 1149-1: legt die elektrostatischen Anforderungen und die Prüfverfahren für elektrostatisch ableitfähige Schutzkleidung zum Schutz vor Entladungen fest, die eine Zündgefahr darstellen. Das Material wird auf eine isolierende Basisplatte gelegt. Anschließend werden auf dem Material Elektroden platziert. An die Elektroden wird ein Gleichstrompotenzial angelegt und der Widerstand des Materials in Ohm (Ω) gemessen. Die Schutzkleidung muss so konzipiert sein, dass sie eine ladungsabbauende Wirkung ermöglicht. Oberflächenwiderstand: <5 x 1010 Ω

EN 1149-2: ist das Prüfverfahren für die Messung des elektrischen Widerstandes durch ein Material (Durchgangswiderstand). Diese EN gilt nicht für die Spezifikation der Schutzwirkung vor Netzspannungen.

EN 1149-3: legt zwei Methoden zur Bestimmung des Abbaus von elektrostatischer Ladung von der Oberfläche von Schutztextilien fest. Die Prüfverfahren sind auf alle Materialien anwendbar, einschließlich homogener wie inhomogener Materialien mit oberflächigen, leitfähigen Fäden bzw. leitfähigen Kernfäden. Bei der einen Testmethode wird die Ladung durch die direkte Reibung des zu prüfenden Materials an zylindrischen Stäben erzielt. Bei der anderen Testmethode erfolgt die Aufladung des Materials per Induktion, ohne direkte Berührung. Aufgezeichnet werden die maximale Feldstärke und die Abbaurate. Davon ausgehend lässt sich der entsprechende Oberflächenwiderstand (<5 x 1010 Ω) berechnen.

EN 1149-5:
beinhaltet die Standardvorschriften für elektrostatisch ableitfähige Schutzkleidung, die als Bestandteil eines vollkommen geerdeten Systems zur Vermeidung entzündbarer Entladungen verwendet wird. Das Material hat den Anforderungen gemäß EN 1149-3 oder -1 zu genügen.


EN 13034 Typ 6
Die EN 13034 – Schutzkleidung gegen flüssige Chemikalien – legt die Leistungsanforderungen an Chemikalienschutzkleidung mit eingeschränkter Schutzleistung, Typ 6, fest. Sie bietet dort eingeschränkten Schutz gegen die Einwirkung von flüssigen Aerosolen, Spray und leichten Spritzern von Chemikalien. Die Schutzwirkung vor speziellen Chemikalien muss vorab getestet werden.


ENV 50354 / IEC 61482-1-2
Schutzkleidung für Arbeiten unter Spannung gegen die thermischen Gefahren eines Lichtbogens.

Ein erheblicher Anteil der Instandhaltungsarbeiten an elektrischen Schaltanlagen wird aus Gründen der Wirtschaftlichkeit und Versorgungssicherheit ,,unter Spannung“ durchgeführt. Dies gilt sowohl für das Netz der öffentlichen Energieversorger als auch für Industrienetze. Störlichtbögen im Niederspannungsbereich werden überwiegend bei Arbeiten in der Nähe von spannungsführenden Teilen durch von Menschen eingeleitete Kurzschlüsse ausgelöst. Bei dem explosionsartigen Vorgang der Lichtbogenzündung werden extreme Energien freigesetzt, die Mensch und Umwelt in besonderem Maße gefährden. In Sekundenbruchteilen treten Temperaturen zum Teil über 10.000° C auf, die mit weiteren, spezifischen Risiken wie Hitzestrahlung, Auslösung einer Druckwelle, Verdampfung und Spritzer von heißem und geschmolzenem Metall, heißen Ölen, Fetten, Chemikalien, UV-Strahlung und den Folgen eines physischen und mentalen Schocks verbunden sind.

Schutz bieten hier SONTEX-Bekleidungssysteme, deren Sicherheitsanforderungen in normativen Prüfstandards mit Grenzwerten und Kontrollparametern vorgegeben sind.

Hierzu gehört die Absicherung gemäß ENV 50354, sowie die international harmonisierte IEC (International Electrotechnical Commission) 61482-1-2. Die IEC 61482 beinhaltet neben dem in der ENV 50354 zugrundeliegendem BOXTest (gesteuerter Lichtbogen mit einem Kurzschlussstrom von 4 kA – Klasse 1 – sowie 7 kA – Klasse 2 – (IEC 61482-1-2) den ATPV (Arc Thermal Performance Value)-Test mit einem nicht gesteuerten, offenen Lichtbogen (IEC 61482-1-1) und einem prospektiven Strom von 8 kA. Die thermischen Kennwerte dienen als Referenz zur Beurteilung und gleichzeitigem Schutz einer auf der STOLL-Kurve basierenden Verbrennung zweiten Grades. Über die Normwerte hinaus gehende Anforderungen – bei der Entstehung von 3-poligen Störlichtbögen können Kurzschlussströme von >7 kA sowie längerem Störlichtbogenstand >0,5 s auftreten, müssen von den jeweiligen Energieversorgern separat festgelegt und dann in ein spezielles Bekleidungskonzept umgesetzt werden.


INDUSTRIEZEICHEN
SONTEX berufsspezifische Arbeitskleidung basiert insbesondere auf Anforderungen aus den jeweiligen Arbeitsplatzbedingungen. Konzeptionell stehen hier die Gebrauchseigenschaften in Verbindung mit funktionellen Details, die Tragedauer sowie die Optik im Vordergrund. Gleichzeitig kann die SONTEX-Bekleidung im Bedarfsfall auch mit Schutzfunktionen wie wasser-, schmutz- und fleckenabweisenden Ausrüstungen sowie positiven tragephysiologischen Eigenschaften ausgestattet werden.
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